Jugendherberge Finnentrop-Heggen

Die Funktionsräume

Bewegung & Entspannung

Gestaffelt nach Altersgruppen sind diese Räume Bewegungs- und Spieleräume für Säuglinge, Kinder und Jugendliche. An der Tauwand, im Bällebad oder am Balance-Kreisel können sich die Kinder und Jugendlichen austoben und ihre motorischen Fähigkeiten schulen. Gerade bei schlechtem Wetter ist das eine sinnvolle Alternative zum Spiel im Freien.

Der Snoezelenraum

In diesem Rückzugsraum finden unsere Gäste besondere Ruhe und Entspannung.
Sämtliche Sinne werden angesprochen, die sensible Körperwahrnehmung gefödert.

"Snoezelen" kommt aus dem Niederländischen und ist eine anerkannte Form der Sinnesschulung und Körperwahrnehmung.
In der stimmungsvollen und angenehmen Atmosphäre mit beruhigenden Farbtönen, Spiegelkugel, Wassersäule und Lichtspielen werden auch Sie zu neuen Erkenntnissen kommen.

Was ist denn nun eigentlich "snoezelen"?

Snoezelen ist zunächst einmal nichts anderes als eine Form der Tiefenentspannung, allerdings unter besonderen äußeren Bedingungen.
Der Entspannungszustand hat dabei entweder seinen Wert in sich selbst oder eröffnet mit Hilfe verschiedener Anwendungen und Techniken eine große Vielfalt von Einflussmöglichkeiten auf Körper, Geist und Seele.
Wenn man dieser Grundidee folgt, lautet die einfachste Definition des Snoezelen so:

„Snoezelen ist eine Verknüpfung von sensorischen Anregungen mit unterschiedlichen Formen von Tiefenentspannung in speziell gestalteten Räumlichkeiten, in denen die Reizquellen beliebig und gezielt steuerbar sind."

Das Wort "Snoezelen" ist ein Kunstwort, das von zwei Zivildienstleistenden in der niederländischen Behinderteneinrichtung "Haarendael" erfunden wurde.
Es setzt sich aus den Wörtern "snuffelen" (schnüffeln, schnuppern) und "doezelen" (dösen, schlummern) zusammen und hat Ähnlichkeit mit dem englischen Wort "to snooze" (ein Nickerchen machen, die Zeit vertrödeln).
Das Wort wird "snuselen" ausgesprochen, mit einem gedehnten "u".

Vor rund 20 Jahren wurde das Snoezelen in Holland entwickelt.
Die ersten Versuche wurden in drei Behinderteneinrichtungen gemacht, wobei damals ausschließlich der Gedanke einer Freizeitaktivität vorherrschte. Ad Verheul, ein Mitarbeiter der Einrichtung "De Hartenberg", bündelte die vorhandenen Erfahrungen, fügte eine Unmenge eigener Erfahrungen hinzu und publizierte sie. Dadurch, dass er sich systematisch mit dieser neuen Aktivität beschäftigte und wesentlich für ihre Weiterentwicklung und Verbreitung sorgte, gilt er zu Recht als "Vater des Snoezelen".

Durch eben diese Publikationen schwappte in den folgenden Jahren die Welle der Begeisterung nach Deutschland und in weitere europäische Nachbarländer. Es entstanden in vielen Behinderteneinrichtungen Snoezelräume, zumeist Weißräume (die auch heute noch die größte Popularität und Verbreitung haben).

In Deutschland begann man sehr früh die Möglichkeiten zu nutzen, unterschiedliche pädagogische und therapeutische Anwendungen in den Snoezelraum zu verlegen. Es entstanden so weitere Varianten des Snoezelen, so dass heute drei große Strömungen vorherrschen:
Snoezelen als Freizeit- und Erlebnismöglichkeit, Snoezelen mit zielgerichteten pädagogischen Absichten und Snoezelen als therapeutisches Milieu.

Quelle: http://www.snoezelen-online.de/definition.html


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